4. Kongress SMART CITY LOGISTIK

4. Kongress SMART CITY LOGISTIK

Über 100 Gäste erlebten ein praxisnahes Forum, das nicht nur Erfahrungen aus erster Hand bot, sondern auch Rüstzeug für den wirtschaftlichen Einsatz von E-Fahrzeugen lieferte. Zum 4. Mal versammelte der SMART CITY LOGISTIK Kongress am 13. und 14. September 2017 Forscher, Fahrzeugentwickler und Praktiker rund um das Thema Elektromobilität in der Stadtlogistik, dieses Mal auf Schloss Ettersburg bei Weimar.

„Das Thema des Kongresses trifft in Zeiten von Dieselskandal und drohenden Fahrverboten einen Nerv“, so Christian Liebich, Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, in seinem Grußwort. Smarte Citylogistik ist gefragter denn je, und das Kongressprogramm trug dem mit abwechslungsreichen Fachvorträgen sowie Praxisworkshops am zweiten Tag Rechnung.

Am ersten Tag beleuchteten Anwender, Spezialisten und Hersteller ihre Perspektiven auf das anspruchsvolle Thema, das Fuhrparkverantwortliche vor völlig neue Herausforderungen stellt. Auf großes Interesse stieß die Vorstellung des im Mai gestarteten Forschungsprojekts SMART DISTRIBUTION LOGISTIK. Dabei entwickeln Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Thüringen und Sachsen gemeinsam eine zentrale Steuerungsplattform, die den wirtschaftlichen Einsatz von Elektronutzfahrzeugen entlang der gesamten Lieferkette vom Hersteller bis zum Endverbraucher ermöglicht und optimiert.

Wer sich für die Neuheiten bei E-Nutzfahrzeugen interessierte, wurde beim Kongress ebenfalls fündig. Die Herstellerfirma Paxster AS war nur eines unter den vielen Unternehmen vor Ort, die ihre eigenen Entwicklungen zum Kongress mitgebracht hatten. Vom handlichen Urban E-Bike bis hin zum schweren E-LKW von FRAMO konnten die Besucher ganz verschiedene Nutzfahrzeuge auf dem Schlossvorplatz in Augenschein nehmen und Probe fahren. Als interessanter Trend fiel auf, dass Logistikunternehmen sich mittlerweile aktiv an der Fahrzeugentwicklung beteiligen und teils selbst zum Hersteller werden.

Weitere Schwerpunkte bildeten Praxiserfahrungen beim Einsatz von Elektrofahrzeugen, Batterietauschkonzepte und Mehrfachnutzung der Elektrofahrzeuge, um diese zeitlich und ladungsseitig auszulasten. In den Workshops am zweiten Tag konnten die Kongressteilnehmer tiefer in die Themen einsteigen. Dabei sorgte die heterogene Zusammensetzung des Publikums für ergiebige Diskussionen, die sich auch in den Pausen und beim abendlichen Kongressdinner fortsetzten.

 

 

Programm des 4. Kongresses SMART CITY LOGISTIK

Agenda
Sie haben die Möglichkeit, die Agenda hier herunterzuladen:

Agenda und Einladung
 
Broschüre 3. SCL-Kongress
Eine Zusammenfassung des Kongresses bietet Ihnen diese Broschüre:

Zusammenfassung und Rückblick

 

 

 

Session 1: Projektvorstellung SMART DISTRIBUTION LOGISTIK

 
Dr. Harald Hempel
 
Dr. Volkmar Schau
Dr. Volkmar Schau
Friedrich-Schiller-Universität Jena


Software-Agenten - Eine Technologie für die Logistik?
 
Thor Øivind Johansen
Thor Øivind Johansen
Paxster AS

Vorstellung Paxster

 

Session 2: Elektromobilität in der City Logistik

 
Frank Schnellhardt
 
SCL Kongress
Sabine Savelsberg
UPS Deutschland

Nachhaltigkeit auf der letzten Meile
 
Hans Constin, GreenPack GmbH
 
Stephan Berndt, Deutsche Post AG
 

Session 3: Elektrofahrzeuge in der Logistik

 
Jens Häberle, ABT-Sportsline
 
Andy Illgen, FRAMO
 
Thomas Wallrabenstein, Transgourmet
Thomas Wallrabenstein
Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG

Multitemperatur Transporte und Elektromobilität im Verteilverkehr
SCL Kongress
 
 

Workshop 1 „Agenten - Technologie für die Medienlogistik?“

Der Einsatz von firmenübergreifenden Fuhrparks birgt großen Potenzial aber auch große Herausforderungen für die Medienlogistik. Um einen optimalen Einsatz und größtmöglichen Nutzen zu gewährleisten müssen vielfältige Daten aus zahlreichen Datenquellen aquiriert und verarbeitet werden. Die Technologie von Software-Agenten ermöglicht es hierbei, die bestehende Problematik von sensiblen Firmendaten und Datenschutz zu gewährleisten. In diesem Workshop wurde der Einsatz von Agenten, Anforderungen an Daten und Algorithmen sowie daraus resultierende Wettbewerbsvorteile für Medienlogistik diskutiert.
 
Dr. Volkmar Schau
Dr. Volkmar Schau
Friedrich-Schiller-Universität Jena


Impulsvortrag: Agenten - Eine Technologie für die Logistik?
 
Dr. Volkmar Schau, Marianne Mauch, Johannes Kretzschmar, Thomas Oppolzer
Friedrich-Schiller-Universität Jena

The Game of Trust
Workshop-Fragen

 

 

 

Workshop 2 „Elektrofahrzeuge in der Medien- und Zustelllogistik – Anforderungen, Wirtschaftlichkeit und Zukunftsperspektive“

Die Medien- und Zustelllogistik als eine der größten Logistikbranchen Deutschlands steht vor einem vollständigen Umbau ihrer Logistik.
Dabei führt der Wechsel der Beschäftigungsform, rückläufige Abonnentenzahlen und steigende Kosten zu einem Umdenken der Logistikkonzepte und der Möglichkeit gerade elektrisch angetriebene Nischenfahrzeuge wirtschaftlich in den Fuhrpark zu integrieren. Innerhalb des Workshops wurden die Einsatzmöglichkeit und die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Effekte von Elektrofahrzeugen in der Medienlogistik beleuchtet.
 
Daniel Stegmann
 
Andreas Erzkamp
 
Denis Kegler
Denis Kegler
Sächsische Zeitung GmbH

Elektrofahrzeuge in der Zustellung der DDV Mediengruppe

 

 

 

Workshop 3 „Wirtschaftlichkeit batterieelektrischer LKW / Praxiserfahrungen“

Der LKW-Transport in Deutschland ist geprägt von vielen mittelständischen Unternehmen. Während der Fahrermangel in Deutschland die Branche seit Jahren massiv belastet sind in den vergangenen Monaten drohende Fahrverbote verstärkt in den Fokus gerückt. Diesen drängenden Problemen stehen mit dem Einsatz batterieelektrischer LKW und autonomer Fahrzeuge Lösungen gegenüber, die zum jetzigen Zeitpunkt mit gropßen wirtschftlichen Risiken behaftet sind. Welche praxistauglichen Lösungen zeichnen sich in diesem Spannungsfeld für die betroffenen Unternehmen ab? An welchen Stellen müssen Logistik und Geschäftsmodelle neu gedacht werden?
 
Sebastian Stütz, Fraunhofer IML
 
Olaf Beiersdörfer, K&B Verkehrs-Bildungs-Gesellschaft mbH
Olaf Beiersdörfer
K&B Verkehrs-Bildungs-Gesellschaft mbH

Fahrermangel !!!

 

 

 

Workshop 4 „Innerstädtische Hubs - Garant für eine umweltfreundliche letzte Meile“

Umschlagpunkte, sogenannte Hubs, spielen eine zentrale Rolle in der Logistik. In den vergangenen Jahren sind diese Umschlagpunkte aufgrund des Kostendrucks zunehmend in die Randbezirke der Ballungszentren verdrängt worden. Nachhaltige Zustelllogistik kann aber nur dann langfristig wirtschaftlich funktionieren, wenn die Wege vom Depot zum Lieferpunkt möglichst kurz sind. Zudem können Pedelecs und batterieelektrische Fahrzeuge in der Regel lange Anfahrtsstrecken nicht effizient zurücklegen und zudem auch keine großen Volumina transportieren. Welche Ansatzpunkte und Konzepte für die Rückkehr von Hubs in die Innenstädte gibt es? Wie sehen tragfähige Ideen für innenstädtische Hubs aus?
 
SCL Kongress
 
Rainer Rindfleisch, Kern GmbH
 
Jörg Hänel

 

 

 
SCL Kongress

 

 

 

Workshop 5 „Branchen- und unternehmensübergreifende Belieferung / Nutzung von E-Fahrzeugen“

Geteilte Freude ist doppelte Freude! Geteilte E-Fahrzeuge erzeugen halbierte Kosten? Der wirtschaftliche Einsatz batterieelektrischer Nutzfahrzeuge erfordert aufgrund der hohen Anschaffungskosten dieser Fahrzeuge große Jahreslaufleistungen. Oft fallen in einem einzelnen Unternehmen diese hohen Laufleistungen nicht an. Zudem werden viele Fahrzeuge nur wenige Stunden oder während nur einer Schicht eingesetzt. Auf der anderen Seite zeigen Car-Sharing Unternehmen im Privatverkehr seit Jahren erfolgreich, wie das Teilen erfolgreich und wirtschaftlich funktionieren kann. Und das Teilen muss ja nicht auf das Fahrzeug beschränkt bleiben, warum sollte man nicht auch Hubs teilen, oder Fahrer unternehmensübergreifend einsetzen oder die Ware für andere Unternhemen mit ausliefern?
 
Prof. Dr. Uwe Adler, FH Erfurt
 
Steffen Späthe, FSU Jena, Projekt Winner


 

 

3. Kongress SMART CITY LOGISTIK

Der 3. SMART CITY LOGISTIK Kongress versammelte am 1. und 2. Juni 2016 Fahrzeugentwickler, Logistiker und Spezialisten rund um das Thema Elektromobilität in der Logistik auf den Dornburger Schlössern nahe Jena. Über 100 Kongressgäste diskutierten Fortschritte und Herausforderungen beim Einsatz alternativer Antriebe, informierten sich zu neuen Entwicklungen bei Elektronutzfahrzeugen und konnten diese auch live testen.

Der erste Tag stand ganz im Zeichen des wirtschaftlichen Einsatzes von Elektronutzfahrzeugen. Hersteller präsentierten ihre Beiträge zu batterieelektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen vom E-LKW bis zu Konzepten für automatisierten Schnellverkehr. Einblick in ihre Erfahrungen beim täglichen Einsatz gaben Anwender aus verschiedenen Branchen, z.B. aus der Zeitungsauslieferung oder dem Handwerk. Besondere Aufmerksamkeit galt den Ergebnissen des SMART CITY LOGISTIK Forschungsprojekts, das auf drei Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblickte.

Am zweiten Tag diskutierten Gäste und Veranstalter in vier Workshops intensiv über relevante Aspekte der Elektromobilität, z.B. welche technischen Anforderungen die Integration von E-Fahrzeugen an gewerbliche Nutzer stellt. Die rege Beteiligung an den Workshops ebenso wie die fortgeführten Gespräche nach Vorträgen und beim Kongressdinner zeigten, dass die Bereitschaft zum elektromobilen Wirtschaftsverkehr keine Ausnahmeerscheinung mehr darstellt.

Große Verantwortung liegt aber auch auf Seiten von Bund und Ländern, innovativen Entwicklungen den Weg zu ebnen. Das betonte der Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee in seinem Grußwort, der für Thüringen verstärkt auf den Mittelstand und damit auch Logistiker setzen will. Nicht den alleinigen Fokus auf den privaten Sektor legen, so lautet seine Aufforderung an die Bundesregierung. Das sollte auch die Förderung von Anschlussprojekten beinhalten.

 

  • Ein Blick in den Veranstaltungsraum
  • Erfahrungsaustausch auch in den Pausen des Kongresses
  • ORTEN - Elektro-Truck auf dem Marktplatz von Dornburg
  • Paxster - Elektrofahrzeug der Sächsischen Zeitung
  • Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee mit Konsortialführer Thomas Becker
  • Grußworte von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee
  • Dornburger Schloss
  • Bürgermeister von Dornburg mit Rosenkönigin

 

Programm des 3. Kongresses SMART CITY LOGISTIK

Agenda-Marker
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Agenda
 
Broschüre 3. SCL-Kongress
Eine Zusammenfassung des Kongresses bietet Ihnen diese Broschüre:

Zusammenfassung und Rückblick
 

Vorträge aus dem Projektkonsortium SMART CITY LOGISTIK Erfurt

 
 
Dr. Harald Hempel
Leiter Entwicklung, DAKO STS GmbH & Co. KG

Vorstellung von Projektergebnissen und Feldtest aus SMART CITY LOGISTIK
 
 
Dr. Volkmar Schau
Friedrich-Schiller-Universität Jena


Digitale Transformation als Schlüssel für Logistik 4.0
 
 
 
 
Matthias Krause
Geschäftsführer, eLOG Systembetrieb GmbH

Medikamentenauslieferung mit Elektrofahrzeugen
 

 

Aspekte der Elektromobilität im gewerblichen Einsatz

 
 
 
 
 
 
Reiner Ullmann
Inhaber, Ullmann-elektro

Elektriker im Elektroauto
 
 
Friedhelm Bilsing
Autoservice Demmler

Elektromobilität aus einer Hand
 

 

Elektrofahrzeuge für die Logistik

 
 
Nicolaus von der Hagen
Sächsische Zeitung


Elektromobilität in Dienstleistungsflotten
 
 
Klaus Feldmann
Team Leader, Hybrid & Electric Vehicle Technology, Benteler Engeneering Services B.V.


Der Weg von einem Personal Rapid Transit (PRT) zu einem Group Rapid Transit (GRT) System
aus der Sicht des Fahrzeugentwicklers
 
 
Alexandra Orten
ORTEN Electric-Trucks

Elektromobilität als Inner City Solution
 
 
Andy Illgen
Geschäftsführer, FRAMO GmbH

e-Trucks – Decarbon your Business!
 

 

Impulsvorträge und Zusammenfassung

Die parallel durchgeführten Expertenworkshops mit den Themen „Einsatzkonzepte und Geschäftsmodelle für die elektromobile Logistik“, „Digitale Transformation als Schlüssel für Logistik 4.0“, Herausforderungen bei der Implementierung einer Smartphone-basierten Fahrerunterstützung“, „Telmatiksysteme für eFahrzeuge“ sowie „Elektrofahrzeuge in der gewerblichen Nutzung – Anforderungen, Erfahrungen und Potential aus technischer Sicht“ boten eine hervorragende Plattform für den Transfer der gewonnen Erkenntnisse aus dem Projekt SMART CITY LOGISTIK sowie den Erfahrungsaustausch mit anderen Projekten und vor allem interessierten Logistikern.

Workshop I - Einsatzkonzepte und Geschäftsmodelle für die elektromobile Logistik

 
 
Matthias Krause
Geschäftsführer, eLOG Systembetrieb GmbH

Ein Elektroauto verändert die (eLOG) Welt
 
 
 
 
 
 
Dr. Harald Hempel
DAKO STS GmbH & Co. KG

SMART CITY LOGISTIK Plattform
 

Zusammenfassung Workshop I

Mit 35 Teilnehmern unterstrich der Workshop das ungebrochene Interesse der Branche an den praktischen Aspekten beim Einsatz von Elektromobilität in Nutzfahrzeugflotten. Anwender und Forscher setzten sich kritisch mit den Chancen, aber auch Risiken und Herausforderungen des Themas auseinander. Denkbare politische Anreize kamen dabei ebenso zur Sprache wie die organisatorischen und strukturellen Veränderungen in den betroffenen Unternehmen. Als thematischer Dauerbrenner stellte sich die Diskussion um Ladezeiten heraus, die mit den derzeitigen technischen Mitteln immer wieder starke Einschränkungen für Anwender bedeuten. In den lebhaften Diskursen entwickelten die Teilnehmer eine Reihe von neuen Ideen und Vorschlägen für Elektromobilität im Transportgewerbe.

 

Workshop II - Digitale Transformation als Schlüssel für Logistik 4.0

 
 
Prof. Dr. Christian Erfurth
Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Gesunde digitale Arbeit
 
 
Peter Talatzko
IVM Institut für Vernetzte Mobilität gGmbH

Vernetzte Mobilität - Transformation der Wertschöpfung
 
 
Johan Buchholz
Friedrich-Schiller-Universität Jena

Akzeptanz und Systemgestaltung in der digital unterstützten Logistik
 

Zusammenfassung Workshop II

Auftakt des Workshops bildete die Diskussionsrunde „Was ist Industrie 4.0?“ Auch wenn es schwer fällt, den Begriff mit einer formalen Definition zu fassen, war das allgemeine Verständnis dafür unter den Teilnehmern sehr ähnlich und beinhaltete Schlagworte wie Digitalisierung, Big Data und intelligente Systeme. Der Innovationsstau in der Verlagsbranche wurde dabei ebenso thematisiert wie die Interaktionen zwischen Mensch und Technik und die Auswirkungen der Digitalisierung auf Produktion und Logistik.

Die anschließende Graffiti-Runde beschäftigte sich mit dem zukünftigen digitalen Arbeitsplatz in der Logistik. Dabei beleuchteten die Teilnehmer die Rollen von Disponent und Fahrer, erörterten die Werkzeuge der digitalen Logistik und sprachen über die Grenzen des digitalen Arbeitsplatzes. Zum Abschluss des Workshops erarbeiteten alle gemeinsam eine Roadmap zur digitalen Transformation der elektromobilen Logistik. Die dabei teilweise bis ins Jahr 2100 vorgreifenden Gedanken betrafen die beteiligten Akteure und ihre Beiträge ebenso wie Arbeitsprozesse und -bedingungen, Technologie und Datenmanagement sowie die Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Workshop III - Smartphone-basierte Fahrerunterstützung

 
 
 
 
Friedemann Boelter
Navimatix GmbH

Datenverwaltung und Übertragung rund um den DAC
 
 
 

Zusammenfassung Workshop III

Anwender stellen hohe Anforderungen an eine mobile Applikation zur Fahrerunterstützung im elektromobilen Wirtschaftsverkehr: Stabilität, flexible Ansichten und aussagekräftige Informationen. Die Entwicklung muss daher sicherstellen, dass die Anwendung nicht nur absolut zuverlässig funktioniert, sondern sich auch einfach in die vorhandenen Datensysteme integrieren lässt. Softwarekomponenten wie MQTT, Thrift und protobuf ermöglichen Datenkonsistenz, -sicherheit sowie eine hohe Datennutzungsrate und garantieren Stabilität.

Der Zugriff auf interne und externe Sensoren bildet die Grundlage für die notwendigen Aussagen zu Restreichweite und Tourerfolg. Innerhalb der App muss der Fahrer einfach und ohne Informationsverlust zwischen Navigation, Auftragsinformationen und Tourfortschrittsanzeigen wechseln können. Nur durch aufwendige Eigenentwicklungen lassen sich alle diese Anforderungen gleichzeitig erfüllen.

 

Workshop IV - Technische Aspekte der gewerblichen Nutzung von E-Fahrzeugen

 
 
Ralf Kleebusch
TÜV Thüringen

Elektromobilität
 
 
Michael Vogl
Technische Hochschule Deggendorf

E-WALD - Elektromobilität Bayerischer Wald
 
 
 

Zusammenfassung Workshop IV

Im gewerblichen Verkehr spielen Aspekte wie eine genaue und stabile Reichweitenprognose eine ebenso große Rolle wie die Schnellladefähigkeit, eine effektive Klimatisierung und genormte Schnittstellen zur Bereitstellung von Fahrzeugdaten in Echtzeit. Eine Standardisierung der Ladeinfrastruktur nicht nur an der Ladesäule, sondern auch am Fahrzeug ist dringend geboten, um die Akzeptanz und die Kundenfreundlichkeit zu heben. Bereits das Einparken an der Ladesäule ist häufig ein Stolperstein, weil die Parknischen eng umbaut und die Ladestecker an den Fahrzeugen sehr unterschiedlich zugänglich sind. Das Hantieren mit dem Ladekabel bei Wind und Wetter sollte zudem verschmutzungsarm und so einfach wie möglich sein. Abhilfe würde hier eine Normierung der Ladekabel und die dann mögliche Integration derselben in die Ladesäule schaffen.

 

 
 

 

2. Kongress SMART CITY LOGISTIK

Anlässlich des 2. SMART CITY LOGISTIK Kongresses trafen sich am 11. und 12. Juni 2015 rund 100 Vertreter aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf den Dornburger Schlösser bei Jena um sich zum Thema Elektromobilität in der Logistik zu informieren, Erfahrungen beim praktischen Einsatz von Elektrofahrzeugen auszutauschen und über Aspekte der Wirtschaftlichkeit zu diskutieren.

Die Palette der Vorträge reichte von Berichten über den Stand der Entwicklungs- und Forschungsarbeiten im Projektkonsortium SMART CITY LOGISTK Erfurt, über Themen im Umfeld der Elektromobilität, wie Zulassungsbestimmungen für Elektrofahrzeuge, bidirektionales Laden und Mehrfachnutzungskonzepten, bis hin zu Praxisberichten über den Bau und Betrieb von kleinen und großen Elektrotransportern. Der zweite Kongresstag bot zwei parallele Workshops zu den Themen „Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen in gewerblichen Anwendungen“ und „Referenzarchitektur“. In beiden Workshops wurde nicht zuletzt auch Dank der interessanten Impulsvorträge intensiv gearbeitet und diskutiert.

Die beiden Kongresstage mit ihrer gelungenen Mischung von Erfahrungsberichten aus Transportunternehmen und von Fahrzeugherstellern, Vorstellung der Forschungsergebnisse und den Erkenntnissen aus Förderprojekten zeigten, dass der Durchbruch der Elektromobilität im Wirtschaftsverkehr kurz bevor steht und bereits heute in vielen Fällen Elektrofahrzeuge wirtschaftlich eingesetzt werden und in zunehmendem Maße zukünftig eingesetzt werden können.

 

  • Elektrofahrzeuge beim Kongress
  • Projektträger Dr. Otten (DLR, links) mit Dr. Schau (FSU)
  • Renault Twizzy der Sushifreunde Erfurt
  • Moderator der Veranstaltung Herr Walter (KfdM)
  • Veranstaltungsort
  • Besichtigung Schlossgarten
  • Workshop mit Frau Sann (DKE)
  • Besichtigung Dornburger Schloßanlage
  • Grußworte von Herrn Liebich (BMWi)
  • Grußworte von Prof. Dr. Sell (ThEGA)
  • Dr. Schau (FSU, links) und Prof. Adler (FH Erfurt) - Projektpartner
  • Herr Becker (DAKO,) und Dr. Hempel (DAKO, links) - Konsortialführer des Projektes
  • Elektrofahrzeuge der SCL-Projektpartner
  • Dreharbeiten des MDR Thüringen während des Kongresses
  • Namensschilder der Kongress-Teilnehmer
  • SCL-Funktions-demonstrator
  • SCL-Demonstrator - ELTRILO
  • MDR Thüringen filmt beim Kongress
  • BMW i3 der Fachhochschule Erfurt
  • Vorstellung weiterer Elektromobilitätsprojekte in Thüringen
  • Demonstrator des Projektes sMobiliTy

 

Programm des 2. Kongresses SMART CITY LOGISTIK

Dr. Harald Hempel
Sie haben die Möglichkeit, die Agenda hier herunterzuladen:
 
Agenda
 
Broschüre 2. SCL-Kongress
Eine Zusammenfassung des Kongresses bietet Ihnen diese Broschüre:
 
Zusammenfassung und Rückblick
 

Vorträge aus dem Projektkonsortium SMART CITY LOGISTIK Erfurt zu Erfahrungen in Entwicklung und Erprobung

 
Dr. Harald Hempel
Dr. Harald Hempel
Leiter Entwicklung, DAKO STS GmbH & Co. KG

Vorstellung des Projektes SMART CITY LOGISTIK
 
Prof. Dr. Uwe Adler
 
Dr. Volkmar Schau
Dr. Volkmar Schau
Friedrich-Schiller-Universität Jena


Adaptionshemmnisse und Aufklärung in der Elektromobilität
 
Matthias Krause
 

 

Themen aus dem Umfeld der Elektromobilität

 
Carsten Rudolph
Abteilung Alternative Antriebe, TÜV Thüringen

Zulassungsbestimmungen für Elektrofahrzeuge
 
Dr. Uwe Koenzen
Dr. Uwe Koenzen
Geschäftsführer, Broedersdorf & Koenzen classic-eCars GmbH

Bidirektionales Laden in der gewerblichen Praxis
 
Marko Winkler
Marko Winkler
Geschäftsentwicklung, envia Mitteldeutsche Energie AG

Wirtschaftlichkeit erhöhen durch gesteuertes Laden
 
Frank Schönefeld
 
Andy Illgen
Andy Illgen
Geschäftsführer, FRAMO GmbH

FRAMO - Future Transportation
 

 

Praxiserfahrungen

 
Veit Steinmöller
Veit Steinmöller
Securitas Alert Services GmbH


Elektromobilität in Dienstleistungsflotten
 
Klaus Feldmann
Klaus Feldmann
Team Leader, Hybrid & Electric Vehicle Technology, Benteler Engeneering Services B.V.


Entwicklung und aktuelle Testergebnisse eines PHEV 28t LKW 
in der Anwendung als Müllsammler
 
Flavio Cueni
Flavio Cueni
PR Manager, E-FORCE ONE AG

E-FORCE – Der bessere Lastwagen
 
Werner Schönewolf
Werner Schönewolf
Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Einführungsstrategien und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen bei der Einführung E-Nutzfahrzeuge
 
Thomas Bovelette
 
 

Workshop 1 „Wirtschaftlichkeit von E-Nutzfahrzeugen“

 
Moritz Mottschall
Moritz Mottschall
Senior Researcher, Infrastruktur & Unternehmen, Öko-Institut e.V.

Wirtschaftlichkeit von Elektromobilität in gewerblichen Anwendungen
 
Volker Gillessen
 
Sebastian Stütz
Dr. Sebastian Stütz
Fraunhofer Institut (IML)


Batterieelektrische Fahrzeuge im städtischen Verteilerverkehr
 
Tessa Taefi
 
 

Workshop 2 „Standardisierung in der Logistik/IKT für Elektromobilität“

 
Kerstin Sann
 
Dr. Mathias Uslar
Dr. Mathias Uslar
Gruppenleiter, OFFIS e.V.

Einsatz von Use Cases und Referenzarchitekturen
 
Sebastian Apel
Sebastian Apel
Friedrich-Schiller-Universität Jena

eMobile Lösungsstrategien für heterogene Logistiksysteme (Teil 1) Teil 2
 
Christopher Klinkmüller
Universität Leipzig

Logistics Living Lab
 
 

Ergebnissse aus den Workshops

Die zwei durchgeführten Expertenworkshops zum Thema „Wirtschaftlichkeit von E-Nutzfahrzeugen“ und „Standardisierung in der Logistik / IKT für Elektromobilität“ boten eine hervorragende Plattform für den Transfer der gewonnenen Erkenntnisse aus dem Projekt SMART CITY LOGISTIK sowie den Erfahrungsaustausch mit anderen Projekten und vor allem interessierten Logistikern.

 

Workshop 1 "Wirtschaftlichkeit von Elektro-Nutzfahrzeugen"

   

Zu den Kernerkenntnissen zählt, dass sich kommunale Fuhrparks hervorragend für die Elektrifizierung eignen und ca. 80% der Fahrzeuge auf einen elektrischen Antrieb umgestellt werden können. Auch wurde herausgestellt, dass elektromobile Nutzfahrzeuge bereits heute wirtschaftlich eingesetzt werden können – sie erlauben eine Kosteneinsparung von 2500 – 3000 Euro.

Basierend auf den Erkenntnissen des Workshops kann festgehalten werden, dass ein erweitertes Fahrzeugangebot gerade im Nutzfahrzeugbereich, fallende Preise, beispielsweise auch durch Sonderabschreibungen, verlässliche Reichweitenangaben sowie höhere Reichweiten und ein besser ausgebautes Servicenetz für den Vormarsch der Elektromobilität in der Logistik unabdingbar sind.

 

Workshop 2 "Standardisierung in der Logistik / IKT für Elektromobilität"

 

Die Ziele des Workshops lagen in der Erkundung des Bedarfes nach einer Referenzarchitektur, Standardisierung und Zertifizierung für  logistikunterstützende IKT-Systeme im Zusammenhang mit Elektromobilität.

Ergebnisse wurden in Form von Anforderungen an die modulare Architektur definiert, die sich durch eine Verkettung von Investitionssicherheit, Funktionssicherheit und Securityauszeichen sollte. Insbesondere die Integration aller beteiligten Akteure zur Konsensfindung, eine einheitliche Wissensbasis sowie ein domainübergreifender Glossar und dokumentierte Schnittstellen wurden als essentiell für eine Referenzarchitektur herausgearbeitet.